Die verschwundene Platte

Oh, Aufregung pur! Wollte ich doch heute auch mal schön mit meinem Sohn wandern gehen. Die Luft war herrlich, es schien keine Sonne – war es doch optimal mit Baby…Ich pumpte kurz vorher ab, packte jede Menge Milch ein, ein Spucktuch, einen Schirm, etwas Wasser und auch die Haftcreme für die Platte. Diese habe ich neuerdings immer dabei, da unser Sohn die Platte öfters verliert. Entweder hält aufgrund des übermässigen Speichelfluss die Haftcreme nicht so gut – was ich mir jedoch schwer vorstellen kann, ist sie doch dafür gemacht. Oder aber er spielt selbst mit seiner Zunge daran rum, sobald die Platte etwas locker wird und schiebt sie dann raus.

Jedenfalls waren wir draußen unterwegs- im ehemaligen Tagebaugebiet – und mein kleiner Mann genoß den Wind zwischen den Bäumen und auch mal, wenn die Sonne dazwischen vorblitzte. Ich stecke immer regelmäßig meinen Finger in seinen Mund, um zu prüfen, ob die Platte noch da ist. Das tat ich auch, kurz bevor wir das Tagebaugebiet Richtung zu Hause wieder verließen. Es war alles in Ordnung. Die Platte saß noch da, wo sie sitzen sollte. Kurz bevor wir zu Hause ankamen, der große Schreck. Die Platte ist weg. War sie im Tuch? Nein. Was nun? Ich wusste, wo ich das letzte mal geprüft hatte und sie noch da war. Also musste dieses Stück abgesucht werden. Ich lief zurück. Mein Partner war dabei. Uns beiden gingen die selben Gedanken durch den Kopf: Was, wenn ein Auto drüber gefahren ist? Was, wenn wir sie nicht finden und unser Sohn ohne die Platte nicht trinken mag? Müssen wir heute noch ins Spaltzentrum? Aber um die Zeit ist in der Ambulanz keiner mehr…Unser Sohn spürte die Anspannung. Er hatte seit 3h nicht geschlafen und fing plötzlich an laut zu weinen. Ich sang ihm was vor, während ich den Boden absuchte, versuchte ihn zu beruhigen. Er schlief ein. Nun volle Konzentration auf die Suche…Kurz bevor wir an der Stelle ankamen, wo ich das letzte Mal prüfte, ob er seine Platte im Mund hat, übersah mein Partner sie und ich fand sie im Gras. Gott sei Dank! Erleichterung.

 

Zu Hause passierte das bereits mehrfach. Wir haben es immer bemerkt. Oder auch einmal im Auto. Aber was, wenn wir das nächste Mal nicht so ein Glück wie heute haben? Das ist Streß pur – insbesondere für unseren kleinen Mann. Schließlich hilft sie ihm beim Trinken. Hat er doch seine Methode nun wieder an sie angepasst. Das ist schon alles nervenaufreibend. Ich kann das im Alltag nicht gebrauchen…

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4 Gedanken zu “Die verschwundene Platte

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