wieder dieses unwohle Gefühl vor einer OP

Mein kleiner Mann wird nun mit seinem 2 Jahren ein drittes Mal operiert. Diese OP war so nicht einkalkuliert und erfolgt aufgrund dessen, dass eines der bleibenden Paukenröhrchen, welches eigentlich nicht hätten raus fallen sollen, nicht mehr vorhanden ist – vermutlich ist es bei der letzten Mittelohrentzündung rausgerutscht.

Die dritte OP meines Sohnes war mit der Kiefer-OP kurz vor der Einschulung geplant, zu einem Zeitpunkt, wo ich meinem kleinen Mann soviel bereits hätte erklären können. Nun aber muss er eine weitere Operation im Kleinkindalter über sich ergehen lassen und ich stehe wieder nachts auf, weil ich aufgrund meiner Gedanken nicht schlafen kann.

Wieder durchdenke ich alles bis ins kleinste Detail, um die Zeit der Nüchternheit vor seiner Vollnarkose so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich lege mir diverse Möglichkeiten bereit, was ich wann wie machen kann, damit mein Sohn keinen negativen Stress diesbezüglich erleben, gar in einen Angstzustand geraten muss. Ich erfahre leider erst einen Tag vor der Operation, wann genau die OP am Folgetag sein wird. Ich weiß für mich, wann ich hinsichtlich der Uhrzeit mit den Ärzten um einen neuem OP-Plan kämpfen muss und was ich machbar für uns empfinde. Ich habe meinem Sohn eine Holzeisenbahn mit Schienen, Schranken etc. gekauft, welche er bei einem Freund gesehen hat und dort sich vom Spiel kaum lösen konnte. Die Eisenbahn ist in einer Kiste verstaut. Ich habe sie meinem Sohn noch nicht gezeigt. Sie soll die Zeit des wachen Zustandes bis zur OP durch die Nüchternheit vergehen lassen.

Wieder kämpfe ich um ein Einzelzimmer, um meinem Sohn Ruhe zu verschaffen.

Wieder fühle ich mich grauenvoll bei dem Gedanken, meinen Sohn vor der OP vor dem OP-Bereich abgeben zu müssen – in einem Zustand, der von Hunger und Durst geprägt sein kann, der also sehr empfindlich ist. Der Gedanke, dass er im OP-Bereich noch eine halbe Stunde allein sein muss, bis er in Narkose versetzt wird, macht mich immer wieder traurig und gibt mir das Gefühl als Mama versagt zu haben, nicht bei ihm sein zu können. Ich hoffe sehr auf einen zeitlich gut gesetzten Beruhigungssaft, der meinen Sohn emotional gut durch diese Erfahrung bringen wird. Darauf werde ich wieder gut Acht geben und mit Nachdruck darauf bestehen, da dieser bereits schon einmal vergessen wurde.

Wieder kreisen meine Gedanken um die Operation, wie mein kleiner Mann auf dem OP-Tisch liegen wird und die Ärzte versuchen ihm zu helfen.

Wieder denke ich an den Moment, wo ich endlich zu ihm darf – in der Hoffnung, dass er gerade dann erst aus der Narkose aufwacht und nicht schon vorgweg allein zu sich kommen musste. Die Gedanken, welche Empfindungen, welche Ängste er dabei erleben muss, setzen mir sehr zu und zerreißen mich immer wieder aufs neue.

Wieder steht mein kleiner Mann vor einer Operation… Wieder ist seine LKGS so präsent.

 

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