Ich werde mein Kind IMMER schützen!

Natürlich werde ich meinen Sohn nicht immer schützen können. Er muss natürlich selbst mit der Zeit lernen, auf sich aufzupassen oder aber mit unschöne Situationen fertig zu werden.

Aber bei Gegebenheiten, bei denen er sich je nach Alter noch nicht schützen kann und es notwenig ist, dass er geschützt werden muss, werde ich mich nicht zurück nehmen und stets für ihn da sein – auch gegen jegliche gesellschaftliche Norm angehen.

Heute war so ein Tag, der diesbezüglich meine volle Achtsamkeit verlangte.

Eigentlich sind mein kleiner Mann und icht zeitig aufgebrochen, da ein langer Weg im Auto vor uns lag, um ins gewählte Spaltzentrum zu fahren. Mein Sohn sollte heute im Krankenhaus aufgenommen, um morgen ein drittes Mal operiert zu werden. Diese OP hätte die Erneuerung eines seiner Paukenröhrchen umfasst, welches bei der letzten Mittelohrentzündung herausfiel.

In den letzten zwei Jahren haben wir viele Stresssituationen erleben müssen und durchgestanden – vieles war notwendig und ich versuchte meinen Sohn immer so gut wie möglich durch diese zu führen. Ich kämpfte stets ohne mich unterkriegen zu lassen.

OP´s und Krankenhausbesuche sind immer mit Stress und vielen Unannehmlichkeiten verbunden. Das kann ich nicht gänzlich von meinem Sohn fernhalten. Aber ich kann einschätzen, was für Stress notwendig  und ihn dabei begleiten und Stress von ihm fernhalten, welcher nicht angebracht ist.

Heute habe ich die Notbremse ziehen müssen und bin nach 5h Ausnahmesituation mit meinem Sohn wieder nach Hause gefahren mit der Bitte um einen neuen OP-Termin. Viele Faktoren vor Ort waren nicht tragbar und der weitere Verlauf hätte meinem Sohn völlig fertig gemacht.

Ob der zweite Anlauf besser klappt, weiß ich nicht. Oft schon waren wir von der HNO-Abteilung im Spaltzentrum enttäuscht worden. Der Umgang mit Kleinkindern stand bisher nie im Verhältnis zu einer ansatzweise aushaltbaren Konstellation. Bei der MKG, welche bisher unseren Sohn zweimal operierte, sah es stets anders aus.  Und ich spreche hier von zwei Jahren Erfahrung und stetigem Abgleich.

Ein Gedanke in meinem Kopf macht sich breit, eventuel die HNO-Behandlung und Operationen meines Sohnes vom gewählten Spaltzentrum abzukoppeln und die HNO-Abteilung bei uns vor Ort im Krankenhaus zu nutzen. Ich werde morgen mit dieser Kontakt aufnehmen, um zu erörtern, ob dies vielleicht der bessere Weg wäre und inwiefern das möglich sei.

Mein kleiner Mann musste bereits viele wirklich schlimmer Erfahrungen sammeln, die für sein späteres Wohl notwendig sind. Davor kann ich ihn leider nicht gänzlich bewahren. Aber ich nutze jede Möglichkeit, um ihm in diesem Kontext so gut wie nur machbar durch diesen Weg zu führen – ich schütze ihn und lasse mich nicht von gesellschaftlichen Anforderungen oder Erwartungen, die nicht haltbar sind, verunsichern oder gar einschüchtern. Mein kleiner Mann hat bei seinem schweren Weg den bestmöglichen verdient und dafür bin ich mit verantwortlich.

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