Zahnproblematik – bereits drei Füllungen

Mein Sohn hat mit 4 1/2 Jahren seine erste Füllung von seiner Zahnärztin erhalten. Nun sind wir bereits bei Füllung Nummer 3.

Seit bestimmt über einem Jahr, genau weiß ich es nicht, beobachte ich die schlechten Zähne meines kleinen Mannes. Die untere Zahnreihe ist okay – rein von der Stellung her und auch von der Zahnsubstanz. Er hat mal an den Eckzähnen leichte Verfärbungen oder an den hinteren Backenzähnen, welche ich aber stets mit dem gründlichen Zähneputzen beseitigen kann.

Die obere Zahnreihe sieht da schon anders aus. Zum einen ist sie aufgrund des Schmalkiefers, welcher der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geschuldet ist, stark verformt. Das heißt, dass Zähne sich hintereinander schieben und der linke Eckzahn bei der noch vorhandenen Kieferspalte sogar am Gaumen nach außen tritt. Zum anderen ist die Zahnreihe deutlich mit Karies befallen.

Nun frage ich mich nach der tatsächlichen Ursache. Ist es die schlechte Zahnsubstanz bei Kindern mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, von der man spricht? Der linke Schneidezahn soll wohl ohne Zahnschmelz versehen sein. Das habe ich oft gelesen. Betrifft das alle Zähne? Der linke Schneidezahn meines Sohnes sieht grauenvoll aus. In den letzten drei Jahren, indem er diesen Zahn besitzt, hat er sich stark verändert. Ich würde mittlerweile behaupten, dass er wegfault. Seine Farbe ist gräulich und von seiner ursprünglichen Form ist nicht mehr viel übrig. Bereits vor einem Jahr suchte ich mehrere Zahnärzte auf, um meinen Sohn langsam heran zu führen. Mittlerweile sind wir bei einer guten Kinderzahnärztin angekommen.

Habe ich zu spät mit dem Zähneputzen und der Mundhygiene bei meinem Sohn angefangen? Damals bestand noch sein akutes Mundtrauma. Ich wollte ihn in diesem Bereich nicht weiter belasten und gängeln. Ich war froh, als wir das Zähneputzen einführen konnten. Wie alt war er da? 2? Ich weiß es nicht mehr. Er hat im Vergleich mit anderen Kindern recht spät seine Zähne bekommen. Ich benutzte von Anfang an eine elektronische Zahnbürste, weil es mir wichtig war, dass zumindest diese Zeit, wo es mein Sohn duldet, Dreck weggebürstet wird.

Ich war immer vorsichtig im Umgang mit Süßigkeiten und bin es noch heute, was mich oft als nörgelnde Spielverderberin dastehen lässt. Viele Gespräche in der Kita umfassten diese Thematik oder auch die Gespräche mit dem Vater meines Sohnes. In der Kita konnte ich klären, dass zumindest nach den Süßigkeiten mein Sohn seinen Mund mit Wasser ausspült, um den Zucker von den Zähnen zu holen.

Aber ich „gestatte“ meinem Sohn bis heute seine Flasche. Mittlerweile ist sie natürlich aus dem Alltag verschwunden und taucht nur noch im Auto oder beim Zubettgehen am Abend auf. Aber da ist sie eben nach wie vor präsent. In ihr befindet sich Hafermilch. Also ein Getränk ohne Zucker. Dennoch ist seine Mundflora in diesem Moment beschäftigt, der Speichel kann keinen natürlichen Schutz aufbauen. Am Abend putzen wir danach auch nicht mehr Zähne, sondern er schläft damit ein… Wie als Baby mit der Muttermilch…

Laut der Zahnärztin tut sie – also die Flasche – nichts zur Sache, auch den damaligen Kinderarzt hatte ich hinsichtlich der Hafermilch angesprochen. Alles okay… Dennoch hat mein Sohn mittlerweile seine dritte Füllung. Ist es also doch ursprünglich der Spalte geschuldet oder der vielen Süßigkeitengabe in der Kita? Ich werde es nicht erfahren und es ist wahrscheinlich auch mühselig darüber nachzudenken.

Ich bin froh, dass ich eine gute Zahnärztin für meinen Sohn gefunden habe und sie bisher jede Prozedur für meinen kleinen Mann ganz angenehm und spaßig gestaltet hat. Bei jedem der letzten Termine saß mein Sohn auf meinem Schoss und die Ärztin hatte ein verängstigtes und freches Kuscheltier an ihrer Hand. Mein kleiner Mann hatte die Aufgabe zu helfen, dass dieses den Mund aufmacht. Das waren aber auch stets süße kuschelige Wesen. Danach haben diese in den Mund meines Sohnes schauen dürfen. Ich muss dazu sagen, bis es dazu kam, gab es mehrere Treffen in der Praxis, in der sich mein Sohn nicht in das Behandlungszimmer traute und dies völlig okay war. Er sollte sich mit der Praxis vertraut machen und in Ruhe spielen. Irgendwann im Sommer diesen Jahres war er bereit und öffnete seinen Mund. Es wurden seine Zähne gezählt und ein Feuerwehrauto am oberen Backenzahn entdeckt. Mein Sohn war völlig begeistert. Beim nächsten Mal holte die Zahnärztin dann mit den üblichen Utensilen (ausgenommen den Bohrer) aus dem schmerzhaften Loch eines Zahnes bei meinem kleinen Mann einen Maulwurf heraus, welcher sich mit Laufrad, Sofa und Lampe eingenistet hatte. Immer wieder musste sie etwas zuppeln und auch drücken. Besonders fest hing die Tapete. Mein Sohn hat nicht einmal gezappelt oder den Kopf weg genommen. Mit so einem Pickser hat sie die Karies entfernt und danach eine Füllung mit Geschmack und besonderem „Glitzerwunsch“ wieder eingesetzt. Beim zweiten Mal musste ein Hamster ausziehen und gestern eine Schildkröte mit besonders dickem Panzer. Danach bekam mein Sohn eine Münze und durfte sich jedesmal in einem Automaten eine Überraschung abholen. Gestern war es eine kleine Ninja-Figur…Wie passsend derzeit…

Diese Zahnarztbesuche haben mich sehr beruhigt. Mein Sohn ist dort gut aufgehoben und es wird ihm kinderfreundlich geholfen. Ich als Mama habe keinen Stress, da die Besuche unkompliziert und fröhlich verlaufen. Und das bei einer doch eigentlichen so unangenehmen Themamatik…

Ich hoffe sehr, dass mein kleiner Mann bei den baldigen bleibenden Zähnen weniger Probleme haben wird.

Der Eckzahn, welcher am Gaumen herauskommt, soll ihm irgendwann gezogen werden. Die Kiefer-OP, sagt man, wird erfolgen, sobald der bleibende Eckzahn hinaustritt.

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